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DB Systel steht vor möglicher Aufteilung und großem Stellenabbau
Die IT-Tochter von Deutsche Bahn, DB Systel, die wichtige IT-Infrastruktur und digitale Dienste für den Konzern betreut, soll sich stark verändern. Bis zu 4.000 Arbeitsplätze könnten wegfallen oder verlagert werden. Die Umstrukturierung soll das Unternehmen schlanker und kundenorientierter machen, so Deutsche Bahn. Genauere Informationen fehlen jedoch. Diese Pläne sorgen für Sorgen und Widerstand bei den Beschäftigten und der Gewerkschaft EVG, die befürchtet, dass die Firma zersplittert und geschwächt wird.
DB Systel betreibt zentrale digitale Plattformen wie die DB Navigator-App, Fahrkartenautomaten und das elektronische Fahrplansystem EBuLa, die wichtig für die Fahrgäste und Abläufe sind. Etwa 7.200 Mitarbeitende arbeiten in mehreren Städten wie Frankfurt, Erfurt und Berlin. Besonders Erfurt könnte bis zu 500 Stellen verlieren.
Gewerkschaft warnt vor Folgen der Umstrukturierung
Die EVG kritisiert die Pläne offen und weist auf Risiken einer Zerschlagung des zentralen IT-Anbieters hin. Sie sagt, die Zersplitterung kann zu höheren Kosten und Mehrarbeit führen, weil die zentrale IT-Beschaffung von Hardware und Software derzeit Synergien schafft. Wenn IT-Aufgaben wieder in verschiedene DB-Bereiche zurückgehen, kann das ineffizient und teurer werden. Für die EVG ist das eher ein “Aussortieren” eines wichtigen Digitalisierungspartners als eine echte Straffung.
Die Beschäftigten protestieren, vor allem in Frankfurt. Dort äußern sie Sorgen über die Streichungen und die mögliche Verschlechterung der IT-Qualität. Sie warnen, dass eine schlankere Struktur die Arbeitsplatzsicherheit und die Zuverlässigkeit des Fahrgastservices bedroht.
Wie das Ausländer und internationale Arbeitnehmer in Deutschland betrifft
Die mögliche Umstrukturierung bei DB Systel ist für Expats, internationale Studierende und ausländische IT-Fachkräfte in Deutschland relevant, vor allem für jene, die bei Deutsche Bahn oder in ähnlichen Digitalbereichen arbeiten. Die geplanten Stellenkürzungen können die Jobsicherheit in DB- oder Zuliefererfirmen beeinträchtigen.
Ausländische Beschäftigte sollten die Lage genau beobachten und sich auf mögliche Jobwechsel vorbereiten. Die Gewerkschaft und die Proteste zeigen, dass es Unterstützung gibt, doch der Ausgang bleibt offen.
Wer im Transport- oder IT-Sektor in Deutschland arbeitet, sollte offizielle Mitteilungen verfolgen und frühzeitig handeln, zum Beispiel Lebensläufe aktualisieren oder Rechtshilfe suchen. Ein genauer Zeitplan der Umstrukturierung fehlt, aber Gewerkschaftsaktionen am 24. und 25. Februar 2025 zeigen, dass Verhandlungen laufen.
Ausländer, die langfristig in Deutschland in IT oder ähnlichen Bereichen bleiben wollen, sollten wissen, dass Großunternehmen wie die Deutsche Bahn interne Reformen planen, die die Arbeitsplatzsuche und Einstellung verändern können.
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